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Growbox 100x100 (und 90x90) richtig ausstatten: LED-Watt, Abluft m³/h, 3 oder 9 Pflanzen, Töpfe, AutoPot & Einkaufsliste ✓ Tipps von Ibex Grow.
Die Growbox 100×100 bietet genau einen Quadratmeter Anbaufläche – und das macht sie zur vielleicht am einfachsten zu planenden Größe überhaupt. Alle Faustregeln in Watt pro m², Pflanzen pro m² oder Erde pro m² lassen sich direkt übernehmen. Gleichzeitig ist ein Quadratmeter genug Platz für drei kräftige Pflanzen und stellt kaum höhere Anforderungen an den Raum als eine 80er-Box. In dieser Anleitung zeigen wir dir das optimale Setup für die Growbox 100×100 – inklusive der verwandten Größe 90×90.
Diese Seite ist Teil unseres Grow Ratgebers mit Anleitungen für alle Zeltgrößen.
Inhalt:
| Grundfläche | 1,00 m² (90×90: 0,81 m²) |
|---|---|
| Typische Höhe | 180–200 cm |
| Volumen (bei 200 cm) | ca. 2,0 m³ |
| LED-Leistung Blüte | ca. 300–400 W (90×90: 240–325 W) |
| Abluft | ca. 180–250 m³/h effektiv, 125-mm-Lüfter |
| Pflanzen | 1–4, im SOG bis 9 (gesetzliche Grenzen beachten) |
| Topfgröße | 3 Pflanzen: 18–25 L, 9 Pflanzen: 7–8 L |
| Erde | für 3 x 18 L etwa 60 L, also ein 50-L-Sack plus Rest |
Fast alle Empfehlungen im Grow-Bereich beziehen sich auf einen Quadratmeter: 300–400 W LED pro m² für die Blüte, 1–9 Pflanzen pro m², Lichtintensität in µmol pro m² und Sekunde. In der Growbox 100×100 musst du nichts umrechnen. Wenn eine Lampe zum Beispiel 1.000 µmol/s Licht erzeugt, liegt die durchschnittliche Intensität auf der Fläche – nach Abzug von Verlusten an den Wänden – grob bei 800–900 µmol/m²/s. Das ist exakt der Bereich, den Pflanzen in der Blüte ohne zusätzliches CO₂ optimal nutzen.
Auch beim Ertrag lässt sich mit der Growbox 100×100 gut vergleichen: Viele Hersteller und Grower geben Erträge in Gramm pro m² oder Gramm pro Watt an. Bei einem Quadratmeter kannst du diese Werte direkt auf dein Setup übertragen – auch wenn der tatsächliche Ertrag stark von Sorte, Erfahrung und Klima abhängt.
Für einen Quadratmeter brauchst du in der Blüte etwa 300–400 W aus einer effizienten LED. In der 90×90 reichen 240–325 W.
Zwei kleinere Lampen (wie beim SANlight 2er-Set) verteilen das Licht besonders gleichmäßig bis in die Ecken. Das lohnt sich gerade bei mehreren Pflanzen.
Rechnung: 1,0 x 1,0 x 2,0 m = 2,0 m³. Mal 60 mal 1,5 ergibt etwa 180 m³/h, mit Faktor 2 rund 240 m³/h. Ein 125-mm-Lüfter mit 400 m³/h Nennleistung, geregelt auf 50–70 %, ist ideal.
Die genaue Herleitung findest du im Ratgeber Abluft berechnen.
Drei Pflanzen in 18–25-Liter-Töpfen füllen die Growbox 100×100 optimal. Jede Pflanze hat rund 0,33 m². Mit Toppen und LST formst du breite, flache Kronen. Gute Töpfe sind Air-Pot 7 20L oder Gronest Stofftopf 25L.
Leben drei Erwachsene im Haushalt, dürfen laut KCanG insgesamt neun Pflanzen angebaut werden. In einer Growbox 100×100 bedeutet das ein 3 x 3-Raster mit je 33 x 33 cm. Dafür eignen sich 7–8-Liter-Töpfe wie Gronest Stofftopf 8L und eine kurze Wachstumsphase von ein bis zwei Wochen, damit die Pflanzen klein bleiben. Mehr zur Rechtslage auf gesetze-im-internet.de.
Ein Quadratmeter ist die perfekte Größe für ein automatisches Bewässerungssystem. Systeme von AutoPot arbeiten ohne Pumpe und Strom: Ein Tank versorgt die Töpfe über Ventile, die nur dann nachfüllen, wenn die Schale leer ist. So kannst du auch mal ein paar Tage weg sein. Alles zu dem System erklärt unser AutoPot Ratgeber. Alternativ lohnt ein Blick auf Blumat.
Mit 400 W LED auf 90 % in der Blüte verbrauchst du bei 12 Stunden rund 4,3 kWh pro Tag, mit Abluft und Umluft etwa 5 kWh. Bei 0,35 €/kWh sind das etwa 1,75 € pro Tag oder rund 50 € im Monat. Im Wachstum mit 18 Stunden und gedimmter Lampe liegt der Verbrauch ähnlich.
Ein Zelt mit einem Quadratmeter Grundfläche verschwindet nicht einfach in einer Ecke. Mit Abluftschlauch, Kabeln und etwas Arbeitsraum brauchst du eher 1,3 mal 1,3 Meter. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die möglichen Standorte, bevor du die Growbox 100×100 aufbaust.
| Standort | Vorteile | Nachteile | Worauf achten? |
|---|---|---|---|
| Abstellraum | diskret, abschließbar, wenig Verkehr | oft kein Fenster, wird schnell warm | Zuluft über Türspalt oder Lüftungsgitter |
| Schlafzimmer | meist gut temperiert | Lüftergeräusche nachts störend | leiser Lüfter, Drehzahlregler |
| Keller | kühl im Sommer, Platz | kalt und feucht im Winter | Dämmung unter dem Zelt, Feuchte messen |
| Dachboden | viel Platz, abseits der Wohnräume | sehr heiß im Sommer, kalt im Winter | Temperaturverlauf vorher eine Woche messen |
| Wohnzimmerecke | einfacher Zugang | wenig Diskretion, Besuch sieht es | Schutz vor Zugriff durch Dritte |
Eine Growbox 100×100 mit drei vollen Töpfen, Wasser und Zubehör bringt schnell weit über hundert Kilo auf den Boden. Auf normalen Wohnungsböden ist das kein Problem, auf alten Dielen oder Dachböden aber einen Gedanken wert. Verteile das Gewicht, etwa mit einer stabilen Platte unter dem Zelt.
Plane außerdem für den Fall eines Wasserschadens vor. Eine zusätzliche Folie oder Wanne unter dem Zelt kostet wenig und schützt Boden und Nachbarn darunter.
Je größer die Fläche, desto größer der Lüfter und damit auch das Geräusch. Häng ihn frei an Gurten auf, damit sich keine Vibrationen über das Gestänge übertragen. Ein Aktivkohlefilter in passender Größe hält den Geruch in der Box, solange leichter Unterdruck herrscht.
Denk auch an die Zuluft, denn eine Growbox 100×100 zieht pro Stunde ein Vielfaches ihres Volumens an Raumluft nach. Steht sie in einem kleinen, geschlossenen Raum, wird dieser schnell warm, und die Abluft kühlt dann kaum noch. Ein Spalt unter der Tür oder ein Lüftungsgitter schafft Abhilfe.
Am besten misst du nach dem Aufbau ein paar Tage lang die Temperatur im Raum und im Zelt. Liegt der Unterschied dauerhaft bei mehr als fünf Grad, fehlt meist frische Luft von außen.
Du musst nicht alles am ersten Tag kaufen. Viele Grower starten mit einer soliden Basis und rüsten nach dem ersten oder zweiten Durchgang gezielt nach. So investierst du nur dort, wo du wirklich einen Engpass hast.
Die Reihenfolge ist kein Gesetz. Wenn dein Keller im Winter zu feucht ist, steht der Entfeuchter eben weiter oben auf der Liste. Entscheidend ist, dass du jede Investition an einem konkreten Problem in deiner Growbox 100×100 festmachst.
Wie du die passende Lüfterleistung für dein Zelt bestimmst, erklären wir im Ratgeber Abluft für die Growbox berechnen. Das ist meist die erste Stelle, an der sich ein Upgrade wirklich auszahlt.
Ein guter Hinweis auf den richtigen nächsten Schritt sind deine Messwerte. Steigt die Temperatur trotz voller Abluft, liegt der Engpass bei der Lüftung. Sind Temperatur und Feuchte stabil, die Pflanzen aber ungleichmäßig, hilft eher Training oder eine bessere Lichtverteilung.
In einer Growbox 100×100 laufen Lampe, Lüfter, Ventilatoren und eventuell ein Controller gleichzeitig. Dazu kommt Wasser in unmittelbarer Nähe. Diese Kombination verdient etwas mehr Aufmerksamkeit als die Frage nach dem besten Dünger.
Gieß langsam und lieber in zwei Runden, damit kein Wasser über den Topfrand schwappt. Untersetzer unter jedem Topf fangen überschüssiges Wasser auf, bevor es in die Bodenwanne läuft. Stehendes Wasser saugst du nach etwa einer halben Stunde ab.
Wer mit Bewässerungssystemen arbeitet, sollte Schläuche und Verbindungen vor jedem Grow mit klarem Wasser testen. Ein undichter Anschluss fällt sonst erst auf, wenn sich unter der Growbox 100×100 eine Pfütze gebildet hat. Ein einfacher Wassermelder auf dem Boden schlägt rechtzeitig Alarm.
Halte brennbare Materialien von Lampe und Vorschaltgerät fern. Ein Rauchmelder ist in Wohnungen ohnehin vorgeschrieben und kostet wenig. Einmal im Monat kurz auf Staub, Hitze und Geruch nach verschmortem Kunststoff zu achten, genügt in der Regel.
Drinnen bist du zwar unabhängig vom Wetter, aber nicht ganz vom Raumklima. Wann du mit deiner Growbox 100×100 startest, beeinflusst, in welcher Jahreszeit die Blüte liegt. Und die Blüte ist die Phase, in der Hitze und Feuchtigkeit am meisten Ärger machen.
Die Lampe heizt in der kühlen Jahreszeit mit und die Raumluft ist eher trocken. Das sind gute Bedingungen für die Blüte. Achte nur darauf, dass es in der Dunkelphase nicht zu kalt wird, sonst steigt die Luftfeuchtigkeit an den Zeltwänden.
Die Blüte fällt dann häufig in den Hochsommer. Wenn deine Wohnung im Juli sehr warm wird, kann das zum Problem werden. Plane in diesem Fall eine nächtliche Lichtphase ein oder dimme die Lampe in den heißesten Wochen.
Wer mehrere Durchgänge pro Jahr plant, kommt an einer Sommerphase nicht vorbei. Dann lohnt es sich, den Sommer-Grow bewusst mit etwas weniger Lichtleistung oder kompakteren Pflanzen zu planen. Ein ruhiger Grow mit gesunden Pflanzen bringt mehr als ein überhitzter Versuch mit voller Leistung.
Egal wann du startest: Zwischen zwei Durchgängen gehört die Growbox 100×100 einmal komplett gereinigt. Wände und Bodenwanne abwischen, Töpfe auswaschen, Lüfter und Lampe entstauben. Alte Erde kommt raus, weil sie ausgelaugt ist und Schädlingseier enthalten kann.
Diese Pause ist auch der beste Zeitpunkt für Upgrades und kleine Reparaturen. Wer sie fest einplant, startet jeden neuen Grow mit sauberem Zelt und funktionierender Technik.
Zelte sehen auf Produktfotos oft gleich aus. Die Unterschiede zeigen sich erst im Alltag, wenn Lampe, Filter und volle Töpfe am Gestänge hängen. Diese Punkte solltest du vor dem Kauf prüfen.
Lass dich nicht von Komplettsets mit möglichst vielen Teilen blenden. Ein gutes Zelt mit wenigen, passenden Komponenten ist besser als ein Paket, in dem du die Hälfte später austauschst. Eine Auswahl findest du in unserer Kategorie Growboxen.
Nach dem Konsumcannabisgesetz dürfen volljährige Personen an ihrem Wohnsitz bis zu drei Pflanzen gleichzeitig anbauen. Auf einem Quadratmeter bekommen drei Pflanzen viel Platz, was gut zu diesem Rahmen passt. Leben mehrere Erwachsene im Haushalt, gelten für jede Person eigene Grenzen.
Die Pflanzen müssen vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte geschützt sein, etwa durch einen abschließbaren Raum. Die aktuellen Details findest du in den FAQ zum Cannabisgesetz des Bundesgesundheitsministeriums.
Über konkrete Erntemengen sprechen wir bewusst nicht, weil sie von Genetik, Licht, Klima und Erfahrung abhängen. Ein Quadratmeter gibt dir aber genug Raum, um Fehler auszugleichen und Techniken wie Training auszuprobieren. Das macht die Größe für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen interessant.
Wer bei der Sortenwahl Orientierung braucht, findet in unserer Kategorie Cannabis-Samen eine Auswahl für den legalen Eigenanbau. Achte dabei auf die Höhe, die eine Sorte typischerweise erreicht, damit sie zu deiner Growbox 100×100 passt.
Fragen zu deinem Setup? Schreib uns per WhatsApp oder an service@ibexgrowshop.de. Wer aus der Region kommt, kann auch einen Termin bei unserer Growberatung in Bochum ausmachen.
Ein Quadratmeter ist für viele Grower der ideale Mittelweg: genug Fläche für drei Pflanzen, aber noch überschaubar bei Technik, Strom und Pflege. Plane zuerst den Standort mit Zuluft und stabilem Boden, dann Lampe und Abluft passend zur Fläche, und erst danach Töpfe und Samen. Starte mit einer soliden Grundausstattung und rüste gezielt nach, wenn deine Messwerte einen Engpass zeigen. Achte auf Sicherheit bei Strom und Wasser, halte das Zelt sauber und lege die Blüte möglichst nicht in die heißesten Sommerwochen. Wer so vorgeht, holt aus seiner Box zuverlässig gesunde Pflanzen heraus und kann jeden Durchgang ein Stück besser machen. Bei Fragen zu deinem Setup sind wir per WhatsApp oder E-Mail für dich da.
Drei Pflanzen in 18–25 L sind ideal. Im SOG passen bis zu neun kleine Pflanzen – sofern gesetzlich zulässig.
300–400 W LED-Leistung für die Blüte, zum Beispiel das SANlight EVO 3-100 2er-Set mit 400 W.
Ein geregelter 125-mm-Lüfter mit etwa 400 m³/h und passendem Filter.
Die Growbox 120×120 bietet 44 % mehr Fläche bei nur wenig mehr Stellplatz. Wer den Platz hat, nimmt meist die 120er. Für kleinere Räume ist die 100×100 die beste Wahl. Kleiner geht es mit der Growbox 80×80.