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Growbox 120x120 komplett: LED-Watt, Abluft m³/h, Töpfe für 3–9 Pflanzen, Training, Klima & Einkaufslisten ✓ Mit Homebox, SANlight, AC Infinity & Prima Klima.
Die Growbox 120×120 ist der unangefochtene Standard im Home-Grow. Mit 1,44 m² Fläche bietet sie genug Platz für drei große Pflanzen – exakt die Zahl, die Erwachsene in Deutschland nach dem KCanG anbauen dürfen. Gleichzeitig passt sie in fast jedes Gästezimmer, in den Keller oder auf den Dachboden. Kein Wunder, dass sowohl Hersteller als auch Grower ihre Setups meist für diese Größe planen. In dieser Anleitung zeigen wir dir alles, was du für eine Growbox 120×120 brauchst: Licht, Abluft, Töpfe, Klima, Bewässerung, Einkaufslisten für jedes Budget und die häufigsten Fehler.
Mehr Grundlagen und andere Größen findest du im Grow Ratgeber.
Inhalt:
| Grundfläche | 1,44 m² |
|---|---|
| Typische Höhe | 200–220 cm |
| Volumen (bei 200 cm) | ca. 2,88 m³ |
| LED-Leistung Blüte | ca. 430–580 W |
| Abluft | ca. 260–350 m³/h effektiv, 125–150-mm-Lüfter |
| Pflanzen | 3 (Standard), 1–4, im SOG bis 9 |
| Topfgröße | 3 Pflanzen: 25–30 L, 4 Pflanzen: 18–20 L, 9 Pflanzen: 11 L |
| Erde für 3 x 25 L | ca. 75–80 L |
Drei Gründe machen die Growbox 120×120 so beliebt. Erstens passt die Fläche perfekt zu drei Pflanzen: Jede bekommt knapp einen halben Quadratmeter und kann sich voll entfalten. Zweitens ist die Auswahl an Lampen, Lüftern und Zubehör für diese Größe riesig, weil fast jeder Hersteller sie als Referenz nutzt. Drittens bleibt der Stellplatz mit etwa 1,25 x 1,25 m inklusive Tür und Rand überschaubar.
Im Vergleich zur 100×100 gewinnst du 44 % Fläche; im Vergleich zur 150×150 sparst du gut ein Drittel Strom und Platz. Für die meisten Home-Grower ist die Growbox 120×120 damit der Sweet Spot.
Unsere Empfehlung: Wenn du in einem Raum mit niedriger Decke arbeitest, reicht die 200-cm-Version. Mit 220 cm hast du mehr Reserve für Sativas und Schlauchführung über der Lampe. Alle Infos zur Marke im Homebox Ratgeber.
Rechnung: 1,44 m² x 300–400 W/m² = 430–580 W LED-Leistung. Hier die stärksten Optionen aus unserem Sortiment im Vergleich:
| Lampe | Leistung | Besonderheit |
|---|---|---|
| AC Infinity IONFRAME EVO6 | 500 W | für 120 x 120 cm ausgelegt, 3,14 µmol/J, steuerbar über AC-Infinity-Controller |
| SANlight EVO 4-120 2er-Set | 530 W | zwei passiv gekühlte Leuchten, sehr gleichmäßige Ausleuchtung |
| 2 x SANlight EVO 5-120 | 680 W | Reserve für High-PPFD und CO₂, dann gedimmt fahren |
| Lumatek Zeus 600W Pro 3.1 | 600 W | leistungsstarke Bar-LED, dimmbar |
Alle Infos zu SANlight findest du im SANlight Ratgeber, zu AC Infinity im AC Infinity Ratgeber.
Rechnung: 1,2 x 1,2 x 2,0 m = 2,88 m³. Mal 60 mal 1,5 ergibt rund 260 m³/h, mit Faktor 2 knapp 350 m³/h. Bei 220 cm Höhe rechnest du mit 3,17 m³ und landest bei 285–380 m³/h. Unsere Empfehlung: ein geregelter 125- oder 150-mm-EC-Lüfter.
Mehr dazu im Ratgeber Abluft berechnen und im Prima Klima Ratgeber.
| Pflanzen | Topf | Layout | Wachstumsdauer |
|---|---|---|---|
| 1 | 40 L | ScrOG über die ganze Fläche | 6–8 Wochen |
| 3 | 25–30 L | Dreieck oder Reihe | 4–6 Wochen |
| 4 | 18–20 L | 2 x 2 | 3–5 Wochen |
| 9 | 11 L | 3 x 3, je 40 x 40 cm | 1–2 Wochen (SOG) |
Für drei Pflanzen empfehlen wir 25-Liter-Stofftöpfe wie Gronest Stofftopf 25L oder Air-Pots wie Air-Pot 7 20L. Neun Pflanzen (bei drei Erwachsenen im Haushalt) stehen gut in 11-Liter-Töpfen. Als Erde reichen zwei 50-Liter-Säcke BioBizz All Mix für drei große Töpfe. Mehr zur Topfwahl im Ratgeber Topfgröße für Cannabis.
Drei Pflanzen füllen 1,44 m² nur dann gleichmäßig, wenn du sie formst. Bewährt haben sich:
Mit 500 W Licht entwickelt sich in der Growbox 120×120 spürbar Wärme. Ein Controller, der den Lüfter nach Temperatur und Luftfeuchte regelt, ist hier Gold wert. Der AC Infinity Controller AI+ steuert Lüfter, Licht, Befeuchter und weitere Geräte nach VPD und lässt sich per App überwachen. Für zu trockene Luft im Winter eignet sich ein CLOUDFORGE T3 Luftbefeuchter, für feuchte Sommerluft in der Blüte ein Entfeuchter wie der HYDRONE 5. Zwei CLOUDRAY S6 Clip-Ventilatoren sorgen für Umluft.
Drei 25-Liter-Töpfe brauchen in der Hauptblüte schnell 3–5 Liter Wasser pro Pflanze und Gießgang. Ein Wassertank und eine kleine Pumpe erleichtern die Arbeit. Bei Erde gießt du alle zwei bis vier Tage, bei Coco täglich. Wer Zeit sparen will, setzt auf AutoPot. Beim Dünger hast du die Wahl zwischen BioBizz (organisch), Canna, Hesi oder Advanced Nutrients. Probleme mit gelben Blättern? Dann hilft der Ratgeber Nährstoffmangel erkennen.
Das AC Infinity Advance Grow Zelt-System PRO 120×120 enthält Zelt, LED, Abluft, Filter und Controller – aufeinander abgestimmt und per App steuerbar.
500 W LED in der Blüte (12 Stunden, 90 %) verbrauchen etwa 5,4 kWh pro Tag. Mit Abluft, Umluft und Controller kommst du auf rund 6–6,5 kWh. Bei 0,35 €/kWh sind das 2,10–2,30 € pro Tag, also etwa 65–70 € im Monat.
Ein Zelt mit 1,44 Quadratmetern baust du am besten zu zweit auf. Das Gestänge ist länger, die Hülle schwerer, und beim Überziehen hilft ein zweites Paar Hände enorm. Plane für den kompletten Aufbau mit Technik ruhig einen Nachmittag ein.
Der Probelauf ist der wichtigste Schritt und wird trotzdem oft übersprungen. Er zeigt dir, ob Lüfter und Lampe zusammenpassen, bevor Pflanzen darunter leiden. Wenn die Growbox 120×120 schon leer zu warm wird, wird es mit Pflanzen nicht besser.
Auf einer großen Fläche gibt es mehr Nähte, mehr Reißverschlüsse und mehr Durchführungen. Jede davon ist eine mögliche Lichtquelle in der Dunkelphase. Gerade bei photoperiodischen Pflanzen in der Blüte kann Streulicht zu Stress führen.
Schalte die Lampe aus, mach den Raum hell und setz dich bei geschlossener Front für ein paar Minuten in die Box. Sobald sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, siehst du jedes Leck. Markiere die Stellen mit Klebeband von außen, damit du sie später wiederfindest.
Typische Schwachstellen sind die Enden der Reißverschlüsse, die Ecken am Boden und offene Kordelzüge an ungenutzten Durchführungen. Kleine Löcher in der Hülle verschließt du mit schwarzem Gewebeband. Ungenutzte Öffnungen bindest du doppelt zu und klappst sie nach innen.
Die silberne Innenseite der Growbox 120×120 wirft Licht zurück auf die Pflanzen, vor allem an den Rändern. Falten in der Hülle streuen das Licht ungleichmäßig, deshalb lohnt es sich, die Wände straff zu halten. Verschmutzte Wände reflektieren schlechter, ein feuchtes Tuch nach jedem Grow hilft.
Ein klarer Lichtplan sorgt dafür, dass alle Pflanzen im Zelt im gleichen Rhythmus wachsen. Die folgende Tabelle zeigt die üblichen Lichtzeiten und was du in jeder Phase im Zelt beachten solltest. Die Dauer der Phasen hängt stark von der Sorte ab, deshalb nennen wir nur grobe Richtwerte.
| Phase | Photoperiodisch | Autoflower | Ungefähre Dauer | Worauf achten? |
|---|---|---|---|---|
| Keimling | 18/6 | 18/6 oder 20/4 | etwa 1–2 Wochen | Lampe gedimmt, hohe Luftfeuchte |
| Wachstum | 18/6 | 18/6 oder 20/4 | bei Photoperioden frei wählbar | Training starten, Fläche füllen |
| Blüte-Start | 12/12 | unverändert | erste 2–3 Wochen | Pflanzen strecken sich deutlich |
| Blüte | 12/12 | 18/6 oder 20/4 | je nach Sorte | Feuchte senken, Dunkelphase dicht |
Der große Vorteil photoperiodischer Pflanzen ist die frei wählbare Wachstumsphase. In einer Growbox 120×120 kannst du so lange im 18/6-Rhythmus bleiben, bis das ScrOG-Netz oder die Fläche gut gefüllt ist. Denk daran, dass sich die Pflanzen nach der Umstellung noch einmal deutlich strecken.
Mit dem Lichtplan ändert sich auch der ideale Abstand. Junge Pflanzen brauchen mehr Abstand oder eine gedimmte Lampe, später darfst du näher heran. Halte dich an die Empfehlung des Herstellers deiner Lampe und beobachte die oberen Blätter.
Hellen sich die Spitzen auf oder rollen sich die Blätter nach oben, ist die Lampe zu nah oder zu stark. In einer Growbox 120×120 lohnt es sich, die Pflanzen auf eine einheitliche Höhe zu trainieren, damit alle ähnlich viel Licht bekommen.
Bei Autoflowers ändert sich der Lichtplan nicht. Dafür kannst du die Wachstumsphase nicht verlängern, und Fehler in den ersten Wochen lassen sich kaum ausgleichen. Passende Genetik für deine Planung findest du in unserer Kategorie Cannabis-Samen.
Mehrere Pflanzen auf 1,44 Quadratmetern riechen in der Blüte deutlich stärker als ein kleines Zelt mit einer Pflanze. Ohne passende Filterung bemerkt man das schnell im Treppenhaus. Ein sauber abgestimmtes Abluftsystem ist hier kein Luxus.
Auch Geräusche spielen bei der Diskretion eine Rolle. Ein großer Lüfter, der über das Gestänge brummt, ist nachts in mehreren Räumen zu hören. Häng ihn frei an Gurten auf und regle die Drehzahl so weit herunter, wie das Klima es erlaubt.
Was abgesaugt wird, muss irgendwo nachströmen. Eine Growbox 120×120 tauscht ihr Luftvolumen pro Stunde mehrfach aus, und diese Luft kommt aus dem Raum. Ist der Raum klein und geschlossen, wird er schnell warm, und die Abluft kühlt kaum noch.
Öffne deshalb eine passive Zuluftöffnung unten am Zelt und sorg dafür, dass frische Luft in den Raum kommt, etwa durch einen Türspalt. Passende Lüfter und Filter findest du in unserer Kategorie Grow-Lüftung.
In einer Growbox 120×120 stehen mehrere Pflanzen eng beieinander. Hat sich ein Schädling eingeschlichen, verbreitet er sich schnell über die ganze Fläche. Vorbeugen ist deshalb deutlich einfacher als Bekämpfen.
Viele Schädlinge kommen über Kleidung, Haustiere, neue Erde oder Zimmerpflanzen in die Wohnung. Wer neue Erde vor dem Einsatz verschlossen lagert und Zimmerpflanzen von der Growbox 120×120 fernhält, schließt die häufigsten Eintrittswege schon aus. Weitere Hilfe findest du bei unseren Grow-Problemen und Lösungen.
Nach der Ernte räumst du die Growbox 120×120 komplett aus. Wände, Boden und Gestänge wischst du mit warmem Wasser und einem milden Reiniger ab, Ecken und Nähte besonders gründlich. Töpfe werden ausgewaschen, alte Erde entsorgt oder separat aufbereitet.
Lass das leere Zelt danach ein, zwei Tage offen auslüften. Nutze die Zeit, um Lüfter, Lampe und Kabel zu kontrollieren. Eine saubere Growbox 120×120 ist der beste Start in den nächsten Durchgang.
Wenn du dir bei Flecken oder Verfärbungen unsicher bist, ob es ein Schädling oder ein Mangel ist, hilft unser Ratgeber zu Nährstoffmangel bei Cannabis bei der Einordnung.
Nach dem Konsumcannabisgesetz darf jede volljährige Person an ihrem Wohnsitz bis zu drei Pflanzen gleichzeitig anbauen. Eine Growbox 120×120 bietet dafür mehr als genug Platz. Leben zwei Erwachsene im Haushalt, kann die Fläche auch für bis zu sechs Pflanzen genutzt werden, solange jede Person ihre eigenen Grenzen einhält.
Die Pflanzen müssen vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte geschützt sein. Alle Details findest du in den FAQ zum Cannabisgesetz des Bundesgesundheitsministeriums.
Wie viel du aus einer Growbox 120×120 herausholst, hängt von Genetik, Licht, Klima und Erfahrung ab. Feste Zahlen nennen wir deshalb bewusst nicht. Konzentriere dich auf gesunde Pflanzen und ein stabiles Klima, der Rest kommt mit jedem Durchgang.
Irgendwann stellt sich die Frage, ob mehr Fläche sinnvoll ist. Oft bringt ein kleines Zweitzelt mehr als eine größere Hauptbox. Eine Growbox 60×60 für die Anzucht ermöglicht es, den nächsten Grow vorzubereiten, während die Growbox 120×120 noch in der Blüte ist.
Wer dagegen lieber mit wenigen sehr großen Pflanzen arbeitet, findet in unserem Ratgeber zur Growbox 150×150 den nächsten Schritt.
Du willst dein Setup durchsprechen? Schreib uns per WhatsApp oder an service@ibexgrowshop.de, oder vereinbare einen Termin bei unserer Growberatung in Bochum. Wir sagen dir ehrlich, was du brauchst und was nicht.
Drei Pflanzen sind ideal. Möglich sind 1–4, im SOG bis zu neun – im Rahmen der gesetzlichen Grenzen.
Etwa 430–580 W LED-Leistung für die Blüte, zum Beispiel IONFRAME EVO6 (500 W) oder SANlight EVO 4-120 2er-Set (530 W).
Rund 260–380 m³/h effektiv. Ein geregelter 125- oder 150-mm-Lüfter mit passendem Filter ist ideal.
25–30 Liter pro Pflanze.
Die Growbox 150×150 oder die längliche Growbox 240×120. Kleiner geht es mit der Growbox 100×100.
Individuelle Planung? Unsere Growberatung hilft.