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Growbox 300x300 komplett planen: Lichtplan mit 2.700–3.600 W, Abluft 1.600–2.200 m³/h, Töpfe, Strom, Klima & fertige Grow-Kits ✓ Mit AC Infinity, SANlight & Prima Klima.
Die Growbox 300×300 ist die Königsklasse im Indoor-Grow. Neun Quadratmeter Anbaufläche – das ist mehr als sechsmal so viel wie eine klassische 120er-Box und eine Fläche, auf der sich riesige Einzelpflanzen, mehrere Grower in einem Haushalt oder kleine Anbauvereinigungen austoben können. Gleichzeitig ist ein Setup dieser Größe kein Selbstläufer: Licht, Abluft, Klima, Strom und Bewässerung müssen professionell geplant werden. In diesem Ratgeber bekommst du die komplette Anleitung für die Growbox 300×300 – mit Lampenplan, Abluftberechnung, Pflanzenlayouts, Strom und fertigen Grow-Kits aus unserem Sortiment.
Diese Anleitung gehört zu unserem großen Grow Ratgeber.
Inhalt:
| Grundfläche | 9,0 m² |
|---|---|
| Typische Höhe | 200–220 cm (mit Erweiterungen höher) |
| Volumen | ca. 18–20 m³ |
| LED-Leistung Blüte | ca. 2.700–3.600 W |
| Abluft | ca. 1.600–2.200 m³/h effektiv, 250–315 mm |
| Umluft | 4–6 Ventilatoren, davon 2 große Wandventilatoren |
| Pflanzen privat | 3 pro erwachsener Person im Haushalt |
| Topfgröße | 3 Pflanzen: 75–95 L, 9 Pflanzen: 39–55 L |
| Gesamtleistung | ca. 3,2–4,2 kW – mehrere Stromkreise nötig |
Für den privaten Eigenanbau gilt auch hier das KCanG: maximal drei Pflanzen pro erwachsener Person. Eine Growbox 300×300 ergibt deshalb vor allem in diesen Fällen Sinn:
Den Gesetzestext findest du auf gesetze-im-internet.de. Diese Anleitung ersetzt keine Rechtsberatung.
Bevor du eine Growbox 300×300 bestellst, prüfe den Raum gründlich:
Bei dieser Größe zählt die Statik des Gestänges: Vier große LEDs, Filter und Lüfter bringen schnell 60–80 kg an die Decke. Verteile die Last auf mehrere Querstreben und hänge schwere Filter, wenn möglich, außerhalb des Zeltes an die Raumdecke.
Rechnung: 9 m² x 300–400 W/m² = 2.700–3.600 W LED-Leistung. Entscheidend ist aber nicht nur die Summe, sondern die gleichmäßige Verteilung. Am einfachsten teilst du die 300×300-Fläche in vier Quadranten zu je 150 x 150 cm und planst jeden Quadranten wie eine eigene Growbox 150×150.
Die AC Infinity IONFRAME EVO8 ist laut Hersteller für 150 x 150 cm ausgelegt. Vier Stück – eine pro Quadrant – ergeben 2.920 W bei 3,14 µmol/J, also rund 325 W/m². Alle vier lassen sich über den Controller AI+ gemeinsam steuern, dimmen und mit Sonnenauf- und -untergang programmieren.
Die SANlight EVO 6-150 leuchtet eine Fläche von etwa 150 x 60 cm aus. Zwei Spalten mit je fünf Leuchten decken die 300×300-Fläche ab – zusammen 4.000 W. In der Praxis fährst du sie auf 70–85 %, was etwa 2.800–3.400 W entspricht. Vorteil: extrem gleichmäßige Ausleuchtung und passive Kühlung ohne Lüftergeräusche. Alles zur Marke im SANlight Ratgeber.
Auch mehrere Dimlux Xplore 730W 3.0, BloomStar Pro 720 3.0 DUAL-Spec oder Lumatek-Leuchten wie die Lumatek Zeus 1000 W Xtreme kommen in Frage. Plane die Anzahl anhand des Lichtplans des Herstellers – gerne helfen wir dir dabei.
| Setup | Anzahl | Gesamtleistung | W/m² |
|---|---|---|---|
| IONFRAME EVO8 | 4 | 2.920 W | ca. 325 |
| SANlight EVO 6-150 | 10 (auf ca. 80 %) | ca. 3.200 W | ca. 355 |
| Dimlux Xplore 730W | 4 | 2.920 W | ca. 325 |
Rechnung: 3,0 x 3,0 x 2,0 m = 18 m³. Mal 60 mal 1,5 ergibt rund 1.620 m³/h, mit Faktor 2 sind es 2.160 m³/h. Bei 220 cm Höhe (19,8 m³) landest du bei 1.780–2.380 m³/h. Dafür gibt es zwei bewährte Konzepte:
Der Prima Klima Blue Line Ventilator 300/315 (3.000 m³/h) mit dem Aktivkohlefilter Industry Line K1613 (2.700 m³/h, 315 mm). Er läuft geregelt auf 60–75 % und hat genug Reserve für heiße Sommertage. Alternativ: AC Infinity CLOUDLINE Pro S12 300 mm – achte dann auf passende Reduzierungen zum Filter.
Zwei Prima Klima EC-THC 250 mm (je 1.450 m³/h) mit je einem Aktivkohlefilter K1612 (1.800 m³/h, 250 mm). Vorteil: Redundanz – fällt ein Lüfter aus, läuft der andere weiter. Außerdem verteilt sich die Absaugung besser über die große Fläche.
Für die Zuluft sollten unten im Zelt mindestens zwei große, passive Öffnungen frei sein. Bei sehr großen Abluftmengen lohnt ein aktiver Zuluftlüfter mit etwa 70–80 % der Abluftleistung, damit der Unterdruck das Zelt nicht zusammenzieht. Die Formel im Detail erklärt der Ratgeber Abluft berechnen.
Auf 9 m² entstehen ohne kräftige Umluft feuchte, stehende Zonen. Plane zwei große Wandventilatoren wie den Provent Wandventilator 40 cm oder Typhoon Wandventilator 40 cm oberhalb der Kronen ein, ergänzt durch zwei bis vier Clip-Ventilatoren auf Topfhöhe.
Neun große Pflanzen verdunsten in der Blüte viele Liter Wasser pro Tag. Die Abluft allein schafft das oft nicht, vor allem im Sommer. Ein oder zwei Entfeuchter wie der AC Infinity HYDRONE 7 halten die Luftfeuchte in der späten Blüte bei 40–50 %.
Rund 3 kW Licht erzeugen auch mit effizienten LEDs spürbar Wärme. In warmen Räumen kann eine Klimaanlage nötig werden, in kalten Kellern im Winter eine Heizung. Ein zentraler Controller wie der AC Infinity Controller AI+ oder ein GSE Klimacontroller hält alles im Gleichgewicht. Für Fortgeschrittene ist zusätzliches CO₂ eine Option – dann ist allerdings ein geschlossenes Klimakonzept nötig.
| Szenario | Pflanzen | Fläche/Pflanze | Topf | Wachstum |
|---|---|---|---|---|
| Eine Person, XXL | 3 | 3 m² | 75–95 L | 8–12 Wochen, großes ScrOG |
| Zwei Personen | 6 | 1,5 m² | 55–75 L | 6–8 Wochen |
| Drei Personen | 9 | 1 m² | 39–55 L | 5–7 Wochen |
Für große Pflanzen eignen sich günstige, atmungsaktive Stofftöpfe wie Gronest Stofftopf 95L, Gronest Stofftopf 75L oder Gronest Stofftopf 55L. Für neun Pflanzen à 50 Liter brauchst du rund 450 Liter Erde – das sind neun Säcke à 50 Liter, zum Beispiel BioBizz All Mix 50L. Bei diesen Mengen lohnt sich auch eine Palette BioBizz Light-Mix (65 x 50 L) für mehrere Durchgänge. Mehr zur Topfwahl im Ratgeber Topfgröße für Cannabis.
Wichtig bei XXL-Pflanzen: Setze ein ScrOG-Netz über die gesamte Fläche ein, damit die Triebe gleichmäßig verteilt werden. Netze und Stützen findest du unter Rankhilfe.
Neun große Töpfe brauchen in der Hauptblüte schnell 50–100 Liter Nährlösung pro Gießgang. Von Hand ist das kaum zu schaffen. Bewährt haben sich:
Messe pH und EC konsequent mit hochwertigen Geräten aus Grow-Messgeräte, etwa von Bluelab oder Milwaukee.
Ein komplettes Setup in der Growbox 300×300 kommt leicht auf 3,2–4,2 kW: rund 3 kW Licht, 300–500 W Abluft, dazu Umluft, Entfeuchter, Pumpen und Controller. Ein einzelner Haushaltsstromkreis (16 A, rund 3,6 kW) reicht dafür nicht aus. Verteile die Verbraucher auf mindestens zwei, besser drei Stromkreise und lass die Installation von einer Elektrofachkraft prüfen. Nutze ausschließlich hochwertige, ausreichend dimensionierte Verteiler und halte Kabel vom Wasser fern.
Stromkosten: In der Blüte (12 Stunden Licht) verbrauchst du rund 40–45 kWh pro Tag, also bei 0,35 €/kWh etwa 14–16 € täglich. Im Wachstum mit 18 Stunden und gedimmten Lampen liegt der Verbrauch ähnlich hoch.
Du willst ein individuelles Angebot für dein Growbox-300×300-Kit? Schreib uns über die Growberatung – wir stellen dir alles passend zusammen.
Eine Growbox 300×300 ist eine Investition. Damit du realistisch planen kannst, hier eine grobe Kalkulation auf Basis unseres aktuellen Sortiments (Preise können sich ändern):
| Posten | Beispiel | ca. Kosten |
|---|---|---|
| Zelt | Homebox Ambient Q300+ | ca. 720 € |
| Licht | 4 x IONFRAME EVO8 | ca. 3.950 € |
| Abluft | 2 x 250-mm-EC-Lüfter + 2 Filter | ca. 1.800 € |
| Controller, Sensoren | Controller AI+ und Zubehör | ca. 250 € |
| Umluft, Entfeuchter | Wandventilatoren, Clips, HYDRONE 7 | ca. 650 € |
| Töpfe, Erde, Netz | 9 x 55 L, 450 L Erde | ca. 300 € |
| Bewässerung, Messtechnik | Tank, Pumpe, pH/EC | ca. 300–600 € |
Insgesamt liegt eine solide ausgestattete Growbox 300×300 damit grob im Bereich von 7.500–8.500 Euro – ohne Dünger, Samen und laufende Stromkosten. Mit SANlight-Leuchten oder zusätzlicher Klimatechnik kann es mehr werden, mit günstigeren Lampen weniger. Gerne erstellen wir dir ein konkretes Angebot für deine Growbox 300×300 – inklusive Lieferung nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.
Nicht jeder Raum bietet Platz für eine Growbox 300×300. Wer ähnliche Möglichkeiten auf weniger Raum sucht, kann zwei kleinere Zelte kombinieren: zum Beispiel eine Growbox 240×120 für die Blüte und eine kleinere Box für Anzucht und Wachstum. Das hat einen weiteren Vorteil: Während in einem Zelt geblüht wird, wachsen im anderen bereits die nächsten Pflanzen heran – so verkürzt sich die Zeit zwischen zwei Ernten. Im Gegenzug bietet die Growbox 300×300 die größte zusammenhängende Fläche und die einfachste Bedienung über einen einzigen Controller.
In kleinen Zelten erreichst du jede Pflanze von der Tür aus. In einer Growbox 300×300 ist das anders: Die Mitte liegt anderthalb Meter vom Rand entfernt. Wer das Layout nicht von Anfang an mit Laufwegen plant, kommt später kaum noch an die hinteren Pflanzen heran.
| Layout | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Drei Reihen, zwei Gänge | jede Pflanze sehr gut erreichbar | Gänge kosten Fläche |
| U-Form mit Mittelinsel | gute Balance aus Fläche und Zugang | Mitte schwieriger zu bewässern |
| Raster ohne Gang | maximale Fläche | Pflanzen in der Mitte kaum erreichbar |
Die Fläche, die du für Gänge opferst, gewinnst du durch bessere Pflege zurück. Eine Pflanze, die du nicht erreichst, kontrollierst du auch nicht, und genau dort beginnen Schädlinge oder Schimmel.
Auf dieser Fläche reicht ein einzelnes Thermo-Hygrometer nicht aus. Platziere mindestens zwei, besser drei Fühler auf Pflanzenhöhe: einen in der Mitte, einen nahe der Abluft und einen an der Zuluftseite. Weichen die Werte stark voneinander ab, stimmt die Luftverteilung in der Growbox 300×300 noch nicht.
Zusätzliche Umluftventilatoren an den Ecken oder ein Ventilator unter dem Blätterdach gleichen solche Unterschiede meist aus. Wie du die nötige Luftmenge berechnest, steht in unserem Ratgeber Abluft für die Growbox berechnen.
Je mehr Pflanzen in einer Growbox 300×300 stehen, desto mehr Möglichkeiten haben Schädlinge, sich unbemerkt auszubreiten. Ein Befall, der in einer Ecke beginnt, kann innerhalb weniger Wochen das ganze Zelt erreichen. Mit einer festen Routine behältst du den Überblick.
Nach der Ernte wird die Growbox 300×300 komplett ausgeräumt. Wände, Boden und Gestänge wischst du mit warmem Wasser und mildem Reiniger ab, Bewässerungsschläuche spülst du mit klarem Wasser durch. Alte Erde wird entsorgt oder separat aufbereitet, aber nicht einfach wieder in die Töpfe gefüllt.
Bei Verfärbungen ist nicht jeder Fleck ein Schädling. Unser Ratgeber zu Nährstoffmangel bei Cannabis hilft dir bei der Unterscheidung, weitere Hilfe findest du bei unseren Grow-Problemen und Lösungen.
Viele blühende Pflanzen auf neun Quadratmetern erzeugen eine Menge Geruch. Der Aktivkohlefilter muss zur tatsächlichen Luftmenge passen, und die Abluft sollte möglichst nach draußen geführt werden. Leichter Unterdruck im Zelt sorgt dafür, dass nichts durch Nähte oder Reißverschlüsse entweicht.
Prüfe die Growbox 300×300 vor jeder Blüte auf Lichtlecks: Lampen aus, Raum hell, ein paar Minuten im geschlossenen Zelt sitzen. Bei mehreren Türen und vielen Durchführungen findet man fast immer eine Stelle, die mit schwarzem Gewebeband nachgebessert werden muss.
Rechtlich gilt nach dem Konsumcannabisgesetz: höchstens drei Pflanzen pro volljähriger Person am Wohnsitz, geschützt vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte. Neun Pflanzen in einer Growbox 300×300 setzen also drei erwachsene Personen im Haushalt voraus. Die Details findest du in den FAQ zum Cannabisgesetz des Bundesgesundheitsministeriums.
Du planst ein Setup in dieser Größe? Schreib uns per WhatsApp oder an service@ibexgrowshop.de, oder komm zur Growberatung in Bochum. Wir gehen die Planung gern mit dir durch.
Zum Beispiel vier IONFRAME EVO8 (eine pro 150×150-Quadrant) oder rund zehn SANlight EVO 6-150. Ziel sind 2.700–3.600 W.
Rund 1.600–2.200 m³/h effektiv – also ein großer 315-mm-Lüfter oder zwei 250-mm-Lüfter mit passenden Filtern.
Privat drei pro erwachsener Person im Haushalt. Die Zeltgröße ändert daran nichts.
Je nach Pflanzenzahl 39–95 Liter, zum Beispiel Gronest-Stofftöpfe in 55, 75 oder 95 Litern.
Rund 40–45 kWh pro Tag in der Blüte, verteilt auf mehrere Stromkreise.
Die empfohlene Leistung findest du oben in den Eckdaten. Moderne LEDs schaffen mit weniger Watt mehr Licht als alte NDL-Lampen.