Terra Aquatica Hydrosysteme: CultiMate, AeroFarm & Co.

Terra Aquatica Hydrosysteme erklärt: CultiMate (Euro WaterFarm), AeroFarm, Rainforest, Ebb&Grow & GrowStream im Vergleich, passende Dünger & Pflege ✓ Bei Ibex Grow.

Die Terra Aquatica Hydrosysteme gehören zu den bekanntesten Bewässerungs- und Hydrokultursystemen in Europa. Terra Aquatica ist der neue Name von General Hydroponics Europe – viele Grower kennen die Systeme deshalb noch unter Namen wie Euro WaterFarm oder AquaFarm. In diesem Ratgeber stellen wir dir alle Terra Aquatica Hydrosysteme aus unserem Sortiment vor, erklären die unterschiedlichen Prinzipien – Tropfbewässerung, Aeroponik und Ebbe-Flut – und zeigen dir, welche Dünger dazu passen.

Inhalt:

Von General Hydroponics Europe zu Terra Aquatica

General Hydroponics Europe hat sich vor einigen Jahren in Terra Aquatica umbenannt. Die Systeme und Dünger wurden dabei weitergeführt, teils mit neuen Namen. So heißt die frühere Euro WaterFarm heute CultiMate S, die frühere AquaFarm CultiMate L. Wenn du also nach den alten Namen suchst, bist du hier richtig. Alle Terra Aquatica Hydrosysteme findest du in der Kategorie Terra Aquatica Bewässerung, die Dünger unter Terra Aquatica Dünger.

Terra Aquatica Hydrosysteme: CultiMate S

Die Prinzipien der Terra Aquatica Hydrosysteme

Prinzip So funktioniert es Systeme
Tropfbewässerung mit Rücklauf Eine Pumpe bringt Nährlösung von unten nach oben, sie tropft durch das Substrat zurück in den Tank CultiMate S und L
Aeroponik Die Wurzeln hängen frei und werden mit Nährlösung besprüht bzw. benetzt AeroFarm, Rainforest
Ebbe-Flut Die Wanne wird geflutet und läuft wieder ab Ebb&Grow
Modulares Mehrtopf-System Mehrere Töpfe hängen an einem gemeinsamen Tank GrowStream

CultiMate S und L: die Klassiker

Die CultiMate-Systeme bestehen aus einem Tank, einem Pflanztopf mit Blähton und einer Luftpumpe, die die Nährlösung nach oben fördert. Von dort tropft sie durch den Blähton zurück. Die Wurzeln bekommen so ständig Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff. Die CultiMate S eignet sich für eine Pflanze, die CultiMate L bietet mehr Volumen für größere Pflanzen. Im CultiMate 4Pack bekommst du vier Systeme zusammen. Für Outdoor-Standorte gibt es sogar eine Solar-Pumpenbox für die CultiMate L.

Unser Tipp: CultiMate ist ideal für Einsteiger in die Hydrokultur, weil das System einfach aufgebaut ist und verzeihend reagiert.

AeroFarm und Rainforest: Aeroponik

Terra Aquatica Hydrosysteme: Rainforest 2 Aeroponik

In aeroponischen Systemen hängen die Wurzeln frei in einer geschlossenen Kammer und werden mit Nährlösung benetzt. Das sorgt für maximale Sauerstoffversorgung und sehr schnelles Wachstum. Die AeroFarm ist für einzelne Pflanzen gedacht, die Rainforest 2 gibt es für 36 Pflanzen mit 2-Zoll-Körben oder 18 Pflanzen mit 3-Zoll-Körben – ideal für Stecklinge, Kräuter oder Salate. Aeroponik ist anspruchsvoller: Fällt die Pumpe aus, trocknen die Wurzeln schnell. Plane deshalb eine zuverlässige Stromversorgung ein.

Ebb&Grow: Ebbe-Flut

Das Ebb&Grow System 88×88 cm mit 100-Liter-Tank flutet eine Wanne in Intervallen mit Nährlösung und lässt sie wieder in den Tank ablaufen. Töpfe mit Blähton, Steinwolle oder Coco stehen in der Wanne. Das System passt gut in eine 90er- oder 100er-Box, etwa die Growbox 100×100.

GrowStream: mehrere Pflanzen an einem Tank

Die GrowStream-Systeme verbinden mehrere Pflanzplätze mit einem zentralen Tank. Es gibt sie in verschiedenen Größen, zum Beispiel als GrowStream 10, GrowStream 40, GrowStream 60 oder GrowStream 80. Damit lassen sich größere Flächen gleichmäßig versorgen – interessant für Anbauvereinigungen, Gewächshäuser oder große Indoor-Setups wie die Growbox 300×300. Details zu Aufbau und Funktionsweise findest du auf den Produktseiten.

Welches Terra Aquatica Hydrosystem passt zu dir?

  • Einstieg in Hydro, eine bis vier Pflanzen: CultiMate S oder L
  • Stecklinge, Kräuter, schnelles Wachstum: Rainforest oder AeroFarm
  • Mehrere Töpfe in einer Wanne: Ebb&Grow
  • Große Flächen: GrowStream

Wer ohne Strom und Pumpe automatisch bewässern möchte, schaut sich zusätzlich unsere AutoPot Anleitung an.

Dünger und Messung für Terra Aquatica Hydrosysteme

In Hydro-Systemen stehen die Wurzeln direkt in der Nährlösung. Deshalb brauchst du mineralische Hydro-Dünger und eine genaue Kontrolle von pH und EC. Terra Aquatica bietet dafür passende Basisdünger wie TriPart Grow, TriPart Micro und TriPart Bloom oder die zweiteiligen Serien wie DualPart Grow und DualPart Bloom. Den pH-Wert regulierst du mit T.A. pH Down. Messgeräte findest du im Aqua Master Tools Ratgeber, weitere Infos zu den Düngern im Terra Aquatica Ratgeber.

Start und Pflege

  1. System vor dem ersten Einsatz mit klarem Wasser testen.
  2. Blähton gründlich waschen, damit kein Staub die Pumpe verstopft.
  3. Nährlösung anmischen, pH auf etwa 5,5–6,0 einstellen.
  4. Nährlösung regelmäßig komplett wechseln, statt nur nachzufüllen.
  5. Tank lichtdicht halten und Wassertemperatur möglichst unter 22 °C, damit sich keine Algen und Krankheitserreger bilden.
  6. Nach jedem Durchgang alle Teile reinigen.

Herstellerinformationen findest du auf terraaquatica.com.

Praxisbeispiel: Terra Aquatica Hydrosysteme in der Growbox 80×80

Terra Aquatica Hydrosysteme: Ebb&Grow Ebbe-Flut-System

Ein typisches Setup mit Terra Aquatica Hydrosysteme für Einsteiger sieht so aus: In einer Growbox 80×80 stehen zwei bis drei Pflanzen in einem CultiMate S (Euro WaterFarm) oder in einem 4Pack-Modul. Der Tank fasst genug Nährlösung für mehrere Tage, eine kleine Membranpumpe treibt die Lösung über einen Tropfring nach oben, und überschüssiges Wasser läuft zurück in den Tank. Als Substrat dient Blähton, der kein eigenes Nährstoffpolster mitbringt – du steuerst die Pflanze also komplett über die Lösung.

Gestartet wird mit sehr milder Konzentration: In der ersten Woche reichen etwa 0,6 bis 0,8 EC, in der Wachstumsphase steigert man langsam auf 1,2 bis 1,4, in der Blüte je nach Sorte auf 1,6 bis 2,0. Den pH-Wert hältst du mit TA pH Down zwischen 5,6 und 6,2. Alle sieben bis zehn Tage wird der Tank komplett gewechselt, dazwischen nur mit Wasser oder halber Lösung aufgefüllt. So bleiben die Terra Aquatica Hydrosysteme stabil und Salze sammeln sich nicht an.

Wer mehr Pflanzen oder eine größere Fläche hat, kombiniert mehrere Module oder wechselt auf das CultiMate L (AquaFarm). Für schnelle Bewurzelung von Stecklingen ist ein Aeroponik-System wie die AeroFarm die stärkste Wahl der Terra Aquatica Hydrosysteme, weil die Wurzeln dort permanent mit sauerstoffreichem Sprühnebel versorgt werden.

Terra Aquatica Hydrosysteme oder Erde – was passt zu dir?

Die Entscheidung zwischen Terra Aquatica Hydrosysteme und klassischem Erdanbau hängt vor allem von deiner Zeit und deiner Erfahrung ab. Erde verzeiht Fehler: Sie puffert pH-Schwankungen, speichert Nährstoffe und gibt dir bei einem vergessenen Gießtag ein paar Stunden Spielraum. Dafür wächst die Pflanze langsamer, und Schädlinge wie Trauermücken finden in feuchter Erde ideale Bedingungen.

Mit Terra Aquatica Hydrosysteme bekommst du dagegen schnelleres Wachstum, eine sehr genaue Kontrolle über jedes Gramm Nährstoff und deutlich weniger Schmutz in der Box. Der Preis dafür ist mehr Messarbeit: Ein pH- und EC-Messgerät ist Pflicht, und eine ausgefallene Pumpe muss schnell bemerkt werden. Im Sommer solltest du außerdem die Temperatur der Lösung im Blick behalten, denn über 22 Grad sinkt der Sauerstoffgehalt und das Risiko für Wurzelfäule steigt.

Unsere Empfehlung: Wer zum ersten Mal growt, startet mit Erde oder Coco und liest den Grow Ratgeber. Wer schon einen Durchgang hinter sich hat und mehr aus seiner Fläche holen will, steigt mit einem kleinen System der Terra Aquatica Hydrosysteme ein. Bei Fragen hilft dir unsere Growberatung persönlich weiter.

Wurzelzone und Sauerstoff: Was Terra Aquatica Hydrosysteme im Kern leisten

In Erde holen sich Wurzeln Sauerstoff aus den Luftporen zwischen den Partikeln. In Hydro-Systemen fehlt dieser Puffer, deshalb muss das System selbst für Luft an den Wurzeln sorgen. Genau hier liegt der eigentliche Vorteil gut geplanter Terra Aquatica Hydrosysteme.

Gelöster Sauerstoff im Wasser

Wasser kann nur eine begrenzte Menge Sauerstoff lösen, und diese Menge sinkt, wenn das Wasser wärmer wird. Warme Nährlösung enthält also weniger Sauerstoff, während die Wurzeln bei Wärme gleichzeitig mehr davon brauchen. Diese Schere ist der Grund, warum die Temperatur der Nährlösung in Hydro so wichtig ist.

Belüftung über Luftsteine, Wasserbewegung und Systeme, bei denen die Wurzeln zeitweise an der Luft hängen, gleichen das aus. Je nach Bauweise lösen Terra Aquatica Hydrosysteme dieses Problem auf unterschiedliche Weise, das Ziel bleibt aber immer dasselbe: viel Sauerstoff direkt an der Wurzel.

Woran du gesunde Hydro-Wurzeln erkennst

  • Helle, weiße bis cremefarbene Farbe.
  • Feste Struktur, viele feine Seitenwurzeln.
  • Neutraler oder leicht erdiger Geruch.
  • Keine schleimigen Beläge oder braunen, matschigen Bereiche.

Werden die Wurzeln braun und schleimig oder riechen muffig, ist das ein Alarmsignal. Meist steckt eine Kombination aus zu warmer Lösung, zu wenig Sauerstoff und mangelnder Hygiene dahinter.

Warum Hygiene und Sauerstoff zusammenhängen

Keime im Wasser verbrauchen selbst Sauerstoff und konkurrieren so mit den Wurzeln. Ein verschmutztes System hat deshalb doppelt Nachteile: weniger Sauerstoff und mehr Krankheitsdruck. Saubere Tanks, frische Nährlösung und eine kühle Wassertemperatur sind die drei Stellschrauben, mit denen du gegensteuerst.

Saisonale Anpassung: Nährlösung im Sommer und Winter

Hydro reagiert schneller auf Temperaturschwankungen als Erde. Was im Frühling problemlos läuft, kann im Hochsommer kippen. Deshalb brauchen Terra Aquatica Hydrosysteme je nach Jahreszeit etwas unterschiedliche Aufmerksamkeit.

Jahreszeit Typisches Risiko Was du tun kannst
Sommer Nährlösung zu warm, wenig Sauerstoff, Keime Tank kühl und schattig stellen, Belüftung prüfen, Lösung häufiger wechseln
Spätsommer Hoher Verbrauch, schwankender EC Täglich Wasserstand und Werte kontrollieren
Herbst Wechselnde Raumtemperatur Lösungstemperatur regelmäßig messen
Winter Nährlösung zu kalt, langsames Wachstum Tank vom kalten Boden isolieren, Raum leicht temperieren

Sommer: Kühl bleiben

Stelle den Tank möglichst an den kühlsten Ort im Zelt, nicht direkt unter die Lampe. Eine Lichtphase in den Nachtstunden senkt die Wärmelast zusätzlich. Wechsle die Nährlösung im Sommer eher etwas früher, weil sich Keime in warmem Wasser schneller vermehren.

Winter: Nicht auskühlen lassen

Kalte Nährlösung bremst die Wurzelaktivität und damit das Wachstum. Eine Dämmplatte unter dem Tank hilft schon viel, weil Fußböden im Winter oft deutlich kälter sind als die Raumluft. Fülle außerdem kein eiskaltes Leitungswasser nach, sondern lass es vorher auf Raumtemperatur kommen.

Strom, Sicherheit und Kosten im Hydro-Setup

Hydro bedeutet immer: Wasser und Strom im selben Raum. Pumpen laufen oft rund um die Uhr, und ein kleines Leck kann im schlimmsten Fall Elektrik und Wohnung treffen. Mit ein paar Grundregeln betreibst du Terra Aquatica Hydrosysteme sicher und mit überschaubarem Verbrauch.

Sicherheits-Checkliste

  • Tropfschlaufe: Kabel von Pumpen so verlegen, dass Wasser nicht in Richtung Steckdose läuft.
  • Steckdosen hoch: Mehrfachsteckdosen gehören an die Zeltstange oder außerhalb des Zelts, nie auf den Boden.
  • Fehlerstromschutz: Ein FI-Schutzschalter im Stromkreis ist bei Wasser im Raum besonders wichtig.
  • Auffangwanne: Eine Wanne unter dem gesamten System fängt Lecks und Überläufe ab.
  • Pumpe ziehen vor dem Eingriff: Bevor du ins Wasser greifst, Pumpen und Belüftung vom Strom trennen.

Stromkosten selbst berechnen

Für die Kosten brauchst du nur die Leistungsangabe deiner Pumpen und Belüftung. Formel: Leistung in Watt × Betriebsstunden pro Tag × Anzahl Tage ÷ 1.000 = Verbrauch in kWh. Das Ergebnis multiplizierst du mit dem Arbeitspreis auf deiner Stromrechnung.

Rechne Pumpen, die im Intervall laufen, nur mit ihren tatsächlichen Laufzeiten. Luftpumpen laufen dagegen meist durchgehend. Im Vergleich zur Lampe ist der Verbrauch in der Regel klein, über einen kompletten Durchgang summiert er sich aber.

Plan für Stromausfall und Pumpendefekt

In Systemen, bei denen die Wurzeln von ständig fließendem Wasser abhängen, kann ein Pumpenausfall schnell kritisch werden. Überlege dir vorher, wie du im Notfall reagierst, etwa mit einer Ersatzpumpe oder der Möglichkeit, kurzfristig von Hand zu gießen. Wer länger weg ist, sollte jemanden haben, der im Zweifel kurz nachschaut.

Nach einem Stromausfall prüfst du als Erstes, ob alle Pumpen wieder anlaufen und das Wasser zirkuliert. Kontrolliere danach Wasserstand, Temperatur und Werte der Nährlösung. So stellst du sicher, dass deine Terra Aquatica Hydrosysteme nach der Unterbrechung wieder im gewohnten Rhythmus laufen und die Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Fehlersuche-Tabelle für Terra Aquatica Hydrosysteme

Hydro verzeiht Fehler weniger als Erde, zeigt sie dafür aber schneller. Wer typische Symptome kennt, kann rechtzeitig gegensteuern. Diese Übersicht hilft dir, Probleme in Terra Aquatica Hydrosysteme zügig einzuordnen.

Symptom Mögliche Ursache Lösung
Braune, schleimige Wurzeln Zu warme Lösung, wenig Sauerstoff, Keime Lösung wechseln, System reinigen, Temperatur senken, Belüftung prüfen
pH steigt oder fällt schnell Alte Lösung, kleiner Tank, starke Aufnahme Häufiger messen, Lösung früher wechseln
EC steigt, Wasserstand sinkt Pflanzen trinken mehr Wasser als Nährstoffe Mit klarem Wasser auffüllen, schwächer dosieren
EC sinkt deutlich Pflanzen nehmen viele Nährstoffe auf Düngung moderat anpassen
Grüne Beläge im Tank Licht dringt in die Nährlösung Alle Öffnungen lichtdicht abdecken
Pumpe läuft, aber kaum Wasserfluss Verstopfter Filter oder Schlauch Pumpe reinigen, Leitungen spülen
Pflanzen welken plötzlich Pumpenausfall oder Leck Sofort Wasserfluss und Wasserstand prüfen

Gerade der letzte Punkt zeigt, warum Hydro tägliche Kontrolle braucht. In Erde haben Pflanzen Reserven für Tage, im Hydro-System manchmal nur für Stunden. Ein kurzer Blick morgens und abends reicht meistens aus.

Ändere bei Problemen immer nur einen Faktor auf einmal und beobachte danach ein bis zwei Tage. So erkennst du sicher, welche Maßnahme wirklich geholfen hat.

Für die Diagnose von Blattverfärbungen hilft dir unser Ratgeber zum Nährstoffmangel bei Cannabis. Bei Klima- oder Technikproblemen findest du weitere Lösungen unter Grow-Probleme und Lösungen.

Terra Aquatica Hydrosysteme mit anderer Technik kombinieren

Ein Hydro-System entfaltet sein Potenzial nur, wenn Licht, Klima und Messung dazu passen. Weil die Pflanzen in Hydro schneller wachsen können, wirken sich Engpässe an anderer Stelle stärker aus. Deshalb lohnt es sich, Terra Aquatica Hydrosysteme immer als Teil des Gesamtsetups zu planen.

Licht

Mehr Licht bedeutet mehr Photosynthese, mehr Wasserverbrauch und mehr Nährstoffbedarf. Wenn du die Lampe hochdimmst, steigt der Verbrauch im Tank oft schon nach wenigen Tagen spürbar. Plane deshalb Nachfüllen und Messen passend zur Lichtstufe ein.

Klima und Lüftung

Die Lufttemperatur im Zelt beeinflusst direkt die Temperatur der Nährlösung. Eine gut eingestellte Abluft hält beides stabil und schützt so auch die Wurzeln. Wie du die nötige Lüfterleistung ermittelst, erklären wir im Ratgeber Abluft berechnen.

Messgeräte

Ohne pH- und EC-Messung ist Hydro ein Blindflug. Ein zuverlässiges Messgerät, das du regelmäßig kalibrierst, ist deshalb keine Option, sondern Grundausstattung. Wer zusätzlich die Lösungstemperatur im Blick hat, erkennt die meisten Probleme, bevor die Pflanze sie zeigt.

Anbaumedien

Viele Hydro-Systeme arbeiten mit Blähton, Steinwolle oder Netztöpfen. Diese Medien speichern kaum Nährstoffe und puffern wenig, deshalb kommt es umso mehr auf eine stabile Nährlösung an. Spüle Blähton vor dem ersten Einsatz gründlich, damit kein Staub ins System gelangt.

Wer von Erde auf Hydro umsteigt, sollte die Unterschiede ernst nehmen. Terra Aquatica Hydrosysteme sind kein Selbstläufer, belohnen eine saubere Routine aber mit schnellem, gleichmäßigem Wachstum. Starte am besten mit einer überschaubaren Pflanzenzahl und lerne dein System erst einmal kennen.

Hygiene und Lösungswechsel: Wartungs-Checkliste

Sauberkeit ist im Hydro-Grow kein Extra, sondern Pflicht. Ablagerungen, Wurzelreste und Biofilme sind ideale Nährböden für Keime. Mit einem festen Rhythmus bleiben deine Terra Aquatica Hydrosysteme über viele Durchgänge zuverlässig.

Täglich

  • Wasserstand im Tank prüfen.
  • Kontrollieren, ob Pumpe und Belüftung laufen.
  • Kurz auf Geruch und Farbe der Nährlösung achten.

Mehrmals pro Woche

  • pH und EC messen und notieren.
  • Temperatur der Nährlösung prüfen.
  • Wurzeln auf Farbe und Struktur kontrollieren.

Beim Lösungswechsel

  1. Pumpen und Belüftung vom Strom trennen.
  2. Alte Lösung vollständig ablassen.
  3. Tank auswischen und Ablagerungen entfernen.
  4. Mit klarem Wasser nachspülen.
  5. Neue Lösung anmischen, erst EC, dann pH einstellen.
  6. System wieder in Betrieb nehmen und Werte nach einigen Stunden erneut prüfen.

Nach dem Grow

Zerlege das System so weit wie möglich und reinige alle Teile gründlich. Achte besonders auf Pumpen, Schläuche und Verbindungsstücke, in denen sich gern Wurzelreste festsetzen. Hinweise zur Pflege der einzelnen Systeme findest du auf der offiziellen Website von Terra Aquatica.

Passende Dünger für Hydro-Systeme findest du in unserer Kategorie Dünger, die passende Box etwa bei der Growbox 80×80. Du planst dein erstes Hydro-Setup und bist unsicher, welches System passt? Schreib uns per WhatsApp oder an service@ibexgrowshop.de, oder lass dich bei unserer Growberatung in Bochum persönlich beraten.

FAQ zu den Terra Aquatica Hydrosystemen

Ist die CultiMate die frühere Euro WaterFarm?

Ja, CultiMate S entspricht der früheren Euro WaterFarm, CultiMate L der früheren AquaFarm.

Welches System ist am einfachsten?

Die CultiMate-Systeme – einfach aufgebaut und verzeihend.

Brauche ich Strom?

Ja, die Terra Aquatica Hydrosysteme arbeiten mit Pumpen. Für die CultiMate L gibt es eine Solar-Pumpenbox.

Welcher pH-Wert in Hydro?

Etwa 5,5–6,0.

Ist ein Hydrokultur System schwer zu bedienen?

Nein. Wenn du pH und EC regelmäßig misst und die Nährlösung wöchentlich wechselst, läuft es stabil. Am einfachsten gelingt der Einstieg mit der CultiMate S.